Abschlussprüfung Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel

Die Abschlussprüfung wird nach drei Jahren vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) von dem Prüfling abgelegt, besteht aus vier Prüfungsfächern und erstreckt sich über zwei Tage. Danach kann der Einsatz des Ausgebildeten im Außenhandel und Großhandel, im Import- und Exportbereich, in internationalen Transport- und Vertriebsorganisationen sowie bei Herstellern und in der Industrie mit Fertigung im Ausland erfolgen.

 

 

Schriftlicher Prüfungsteil

Der schriftliche Prüfungsteil besteht aus drei Prüfungsfächern:
I. Großhandelsgeschäfte
II. Kaufmännische Steuerung, Kontrolle und Organisation
III. Wirtschafts- und Sozialkunde
Die Kenntnisse über Großhandelsgeschäfte werden am ersten Prüfungstag durch ungebundenen Aufgaben mit einem Zeitlimit von 180 Minuten geprüft. Am zweiten Tag werden dann die ungebundenen und gebundenen Aufgaben, welche maschinell ausgewertet werden, der anderen zwei Prüfungsfächer mit jeweils 90 Minuten und 60 Minuten bearbeitet.
Bei den ungebundenen Aufgaben müssen die Antworten mit eigenen Worten durch den Prüfling formuliert werden. Die Aufgaben in gebundener Form dagegen sind meist Multiple-Choice-Fragen.
In jedem Prüfungsfach können bis zu 100 Punkte erzielt werden, außer bei Großhandelsgeschäfte, denn dieses Prüfungsfach wird doppelt bewertet.

 


 

Mündlicher Prüfungsteil

Der mündliche Prüfungsteil besteht aus dem vierten Prüfungsfach – die Praktische Übung. Der Prüfling erhält eine Vorbereitungszeit von 15 Minuten und danach werden die Lösungsvorschläge dem Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer mündlich vorgetragen mit einer Zeitbegrenzung von höchstens einer halben Stunde. Dies kann je nach Aufgabenstellung auch ein Gespräch zwischen Prüfling und einem vom Prüfungsausschuss sein, wobei während dieser Unterhaltung weitere Gedanken entwickelt werden können.
Auch in dem mündlichen Prüfungsteil können bis zu 100 Punkte erreicht werden, wobei dies genauso wie Großhandelsgeschäfte doppelt bewertet wird.

 


 

Mündliche Ergänzungsprüfung

Die mündliche Ergänzungsprüfung muss nur absolviert werden, wenn zwei der drei schriftlichen Prüfungsfächer mangelhaft bewertet wurden, im dritten Prüfungsfach jedoch mindestens eine ausreichende Bewertung erzielt worden ist. Wichtig ist, dass nur in einem von den zwei mangelhaft bewerteten Fächern diese Ergänzungsprüfung ermöglicht werden kann. Der zuständige Prüfungsausschuss stellt dem Prüfling in einem Zeitraum von 15 Minuten Fragen, welche inhaltlich zu diesem Prüfungsfach passen.
Die Bewertung erfolgt wieder nach dem 100-Punkte-Schlüssel. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für dieses Prüfungsfach liegt die Gewichtung des schriftlichen Teils und der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1.
Die vorläufigen Ergebnisse des schriftlichen Prüfungsteils werden den Prüflingen vor Beginn des mündlichen Teils durch die zuständigen Industrie- und Handelskammer ausgehändigt und sollte mehr als ein Prüfungsfach mangelhaft bewertet sein, so ist ein Antragsformular für die mündliche Ergänzungsprüfung beigefügt.

 


 

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